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Auf den Spuren der Wikinger


Der Mai ist ein herrlicher Monat. Alles wird grün, der Winter ist vorbei und es gibt schön viele Feiertage. Diese wollte ich auch dieses Jahr wieder nutzen um eine Paddelreise gen Norden zu unternehmen. Nachdem ich im letzten Jahr in Schweden und Finnland und ünber Ostern in Dänemark war, sollte es dieses Mal nach Norwegen gehen. Die Feiertage lagen günstig, so dass ich mit dem ersten Mai und Christi Himmelfahrt gleich zwei davon nutzen konnte und trotzdem rechtzeitig zu unserer Pfingstfahrt wieder zurück sein konnte. Da der 17. Mai in Norwegen Nationalfeiertag ist, wollte ich das gerne auch mal miterleben, also war der Plan schnell gefasst: Norwegen, 1. bis 18. Mai. Die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand habe ich schon im Winter gebucht, alles andere wollte ich erst festlegen, wenn sich die Wetterverhältnisse einschätzen ließen.

Nachdem ich Seekarten und topografische Karten für die Südküste und die Region um Stavanger besorgt hatte, konnte die Planung losgehen. Mein Plan sah vor, eine Woche an der Südküste zu verbringen und dann Richtung Stavanger und Lysefjord weiterzuziehen. Da ich alleine unterwegs sein würde, wollte ich gerne mit Tagestouren von einem Standquartier beginnen und dann gegebenenfalls auch die eine oder andere Mehrtagestour unternehmen. Hierfür habe ich mich für den Campingplatz Sjøsanden in der Kleinstadt Mandal als Startpunkt entschieden. Da es in in Südnorwegen nur relativ wenige Sandstrände oder Kieselbuchten gibt, habe ich mir für diese Tour einen Endless (Large) aus PE des dänischen Herstellers Design Kayaks besorgt, um auch für längere Touren das richtige (Plastik-) Boot dabei zu haben.

Abenteuerlich begann schon die Anreise nach Hirtshals am 30. April. Überraschenderweise war der Verkehr am Abend vor einem langen Feiertagswochenende gar nicht mal so gering und ich habe zweieinhalb Stunden gebraucht, bis ich durch den Elbtunnel durch war. Nördlich der Grenze in Dänemark entspannte sich die Verkehrslage deutlich und um Mitternacht war ich im Fährhafen in Hirtshals, wo es einen ruhigen Parkplatz mit öffentlicher Toilette gibt. Hier habe ich die Nacht verbracht, bevor ich morgens um halb neun auf die Fähre gefahren bin und dort mit Blick auf die Nordsee und die dänische Küste das ausgiebige Frühstücksbuffet genossen habe. Mittags war ich dann in Norwegen und nach einer halben Stunde Fahrt in Mandal. Das norwegische Abenteuer konnte beginnen…

Nachdem das Zelt auf dem vorgebuchten Platz aufgebaut war, zog es mich bei strahlendem Sonnenschein direkt aufs Wasser. Die erste kleine Runde führte mich von Sjøsanden aus zum kleinen Leuchtfeuer Hattholmen und dann in die Schärenwelt zwischen Inseln mit den aussagekräftigen Namen Storøy (“große Insel”) und Steinsøy (“Steininsel”) bis zu einer Bake auf einem winzigen Felsen.




Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich begriffen hatte, dass in meiner deutschen Seekarte das norwegische Wort “Varde” für die häufig anzutreffenden Baken verwendet wurde… Zurück am Strand machte ich dann die etwas unangehehme Entdeckung, dass ich für dieses Fleckchen Norwegen definitiv den falschen Bootswagen eingepackt hatte. Der EasyMarcs lässt sich zwar schön einfach klein zusammenpacken und gut im Boot transportieren, aber die kleinen Räder passten nicht so recht zum steilen Sandstrand mit seinem extrem, feinen Sand, der von der Mündung des lokalen Flusslaufs direkt aus den Bergen hier angespült wurde. Auf dem Weg nach oben schob die tief liegende Achse des Bootswagens einen erheblichen Sandberg vor sich her, was den Weg zurück zum Zelt zum anstrengendsten Teil des Tages machte. Nach drei Tagen habe ich diese Tortur nicht mehr über mich ergehen lassen und nach dem Anlanden das Boot komplett ausgeräumt und auf der Schulter bis zum Begin des Holzplankenweges getragen. Das war auch mit einem 26 kg schweren Plastikboot immer noch leichter als das Boot auf dem Bootswagen zu ziehen… Hinweisschilder sind Mandal übrigens zweisprachig, wie ich im Laufe meines Aufenthaltes erfahren habe: in Norwegisch (genauer gesagt: in der hiesigen Ausprägung der norwegischen Sprachvariante Bokmål) sowie in einer Fantasiesprache, die angeblich während des zweiten Weltkrieges entstanden ist, um die deurtschen Soldaten zu verwirren. Bei dieser werden einfach die Buchstaben des Wortes bunt gemischt und wieder zusammengefügt, so dass aus dem Museum beispielsweise das “Umesum” wird. Irgendwie haben sich die Menschen in Mandal an diese Spaßsprache gewohnt und schreiben sie gerne und viel auf Schilder.

Die nächsten Tage waren geprägt von Sonnenschein und vergleichsweise ruhigen Bedingungen. Bei Temperaturen von ca. 20°C an Land und einer Wassertemperatur von ungefähr 10°C im Skagerak bedeutete das, wie schon letztes Jahr in Schweden, dass der Seewind ab Mittags einsetzte und Stärken bis vier Beaufort erreichte. Aber während an der schwedischen Westküste der Seewind verlässlich aus West kommt, spielen in Südnorwegen die Küstenform und das nicht weit entfernte Gebirge ein gemeinsames Spiel, welches dafür sorgt, dass Seewind hier aus West, aus Süd oder aus Ost kommen kann. So war jeden Morgen lustiges Windraten angesagt, weil die Wettermodelle die Windrichtung morgens gerne mal aus einer komplett anderen Richtung vorhersagten als am Vorabend. Norwegen bringt einem sehr schnell bei, flexibel zu planen und immer einen Plan B und C zu haben...




Die Landschaft an der norwegischen Südküste ist wild, hat aber auch ihre sanften, hübschen Ecken. Aufgrund des rauhen Klimas ist die Vegetation hier deutlich später dran als bei uns. Anfang Mai blühten auf den Schären noch die Narzissen. Was an Blumenpracht auf den Schären fehlt, machen diese durch faszinierende Gesteinsformationen wett. Und durch Strände mit feinem, leicht rötlich schimmerndem Sand. Der größte davon heißt passenderweise dann auch “Kanelstranda”, übersetzt Zimtstrand. Wer da keinen Hunger auf Zimtschnecken (die es hier an jeder Ecke gibt) bekommt, ist selber schuld…

Ein absolutes Highlight in den ersten Tagen am Mannefjord, wie die Bucht vor Mandal heißt, war definitiv die Umrundung der Leuchtturminsel Ryvingen (mit dem südlichsten Gebäude Norwegens) sowie des südlichsten Punktes (besser gesagt: Felsens) Norwegens, einer kleinen Schäre namens Litleodd. Auch wenn Touristen am Kap Lindesnes viel Geld aus der Tasche gezogen wird, um den südlichsten Punkt Festlandnorwegens zu besuchen, geht Norwegen bei Mandal noch ein paar Kilometer weiter nach Süden. Aber sowohl Ryvingen als auch Litleodd sind eben nur mit dem Boot zu erreichen, und das auch nur bei gutem Wetter, wie ich später noch festgestellt habe, als ich einen Versuch aufgrund zu hoher Dünung abgebrochen habe. Auch bei gutem Wetter und wenig Seegang gibt es bei Ryvingen (3,5 Seemeilen südlich der Festlands-Küstenlinie bei Mandal) keinerlei Schutz mehr vor den aus dem Skagerak einlaufenden Wellen, so dass man hier die volle Energie dieses Meeresgebietes jederzeit sehen und spüren kann. Gleichzeitig gibt es an der schroffen Felsküste nur sehr wenige Stellen, an denen man Anlanden kann, was dem Paddeln hier auch eine gewisse mentale Herausforderung hinzufügt. Es gibt auf der Ostseite der Schäre Ryvingen eine kleine Bucht mit einem Sportboothafen, in der man geschützt an einer Slipanlage anlanden und zu einer Inselerkundung aufbrechen kann.





Von hier aus sind es nur noch ein paar Seemeilen an einer Insel namens Sandøy (“Sandinsel”) vorbei – auf der es erstaunlich wenige Sandstrände gibt, nämlich genau gar keinen – bis zur Schäre Litleodd und dem vorgelagerten Felsen “Pysen”. Dieser ist dann tatsächlich der südlichste Felsen Norwegens. Litleodd beherbergt auch ein kleines Leuchtfeuer in Form einer Metallstange, auf der eine Lampe montiert ist. Sonst gibt es nichts auf dieser Schäre, allein ihre Lage und ihre geografische Breite macht sie besonders.

Auf der Nachbarschäre “Odd” gibt es eine schöne geschützte Bucht, die sich als Pausenplatz mit ausgezeichneter Aussicht anbietet. In diesem Archipel ganz im Süden Norwegens zeigte sich, dass es die richtige Wahl war, ein PE Kajak mitzunehmen. Pausenplätze bestanden aus flachen Felsstücken, auf die das Kajak heraufgezogen wird. Allein macht das mit einem laminierten Kajak nicht wirklich Spaß. Das Plastikboot hingegen konnte hier seine Stärken voll und ganz ausspielen. Eine Woche lang bin ich – je nach Wettervorhersage – nach Osten oder nach Westen kreuz und quer durch den Schärengarten vor Mandal gepaddelt – immer bei strahlendem Sonnenschein und im Trockenanzug, da die Wassertemperaturen (und damit auf dem Meer auch die Lufttemperaturen) immer zwischen 10°C und 12°C pendelten.

Nach einer Woche wollte ich dann weiter nach Fjordnorwegen. Ich hatte die Wettervorhersage für die Fjorde immer im Blick behalten und die Temperaturen machten mir ein bisschen Sorge. Deshalb bin ich nicht direkt nach Stavanger gefahren, sondern erstmal zum Lyngdalsfjord, eine knappe Autostunde von Mandal entfernt. Ich bin in der Stadt Lyngdal bei strahlendem Sonnenschein und einem steifen Westwind angekommen, der mich vom Paddeln abgehalten hat. Also habe ich den Nachmittag zu einem ausgedehnten Spaziergang am Fjord und Fluss genutzt.




Der nächste Morgen brachte dann etwas Ernüchterung, auch wenn die Wettervorhersage mich vorgewarnt hatte. Aus dem strahlenden Sonnenschein ist sehr norwegisches Wetter geworden: 3°C und Regen. Aber immerhin windstill. Also habe ich das gemacht, wofür ich hier war und was man bei solchem Wetter am allerbesten machen kann: ich bin paddeln gegangen. Bei der Urlaubsvorbereitung hatte ich mir überlegt, dass ich den Lyngdalsfjord gerne einmal komplett paddeln würde. Das habe ich auch gemacht – und den Åptefjord und Drangsfjord gleich mit dran gehängt. Insgesamt wurde die Fjordtour damit 19 Seemeilen oder 35 Kilometer lang auf spiegelglattem Wasser zwischen teilweise 300 Meter senkrecht aufragenden Bergketten entlang. Unterwegs hatte ich mehrfach Begleitung von neugierigen Seehunden, denen hier im windstillen Fjord offensichtlich auch nicht genug los war. Ein unvergleichliches Erlebnis.




Die graue Wolkendecke und der Nieselregen (auf Norwegisch “Yr”, nach diesem Regentyp ist die norwegische Wetterapp benannt) haben den Fjord in eine fast schon unheimliche Stimmung getaucht. Wenn hinter der nächsten Biegung ein Drachenschiff voller grimmiger Wikinger aufgetaucht wäre, hättte es mich kaum verwundert. Aber ich war ganz allein auf den Spuren der Wikinger unterwegs, die aus diesen Fjorden zu ihren Entdeckungs- und Eroberungsfahrten aufgebrochen sind. Zurück am Campingplatz habe ich mir beim Rauschen des Gaskochers im Unterstand der Grillhütte die Wettervorhersage für die nächsten Tage angesehen. Und die war nicht allzu viel versprechend. In der Gegend am Lysefjord, wo ich eigentlich hin wollte, 1°C und Schneefall. Davon hatte ich im Winter mehr als genug, auf Schnee hatte ich gar keine Lust. An der Westküste zwischen Stavanger und Kap Lindesnes wehte unterdessen ein kräftiger Wind und brachte eine Dünung mit einer Höhe von zwei bis drei Metern auf die Küste, an der ausgesetzten Küste hier also locker drei bis vier Meter Brandung. So richtig nach Spaß sah das auch nicht aus. Also habe ich beschlossen, dahin zurückzukehren, wo ich wusste, dass es für jede Wetterlage die passende Route gab: nach Mandal. Und so kam es, dass ich nach zwei Tagen wieder am Campingplatz Sjøsanden eincheckte und die Frage an der Rezeption, ob ich schon mal hier gewesen sei, beantwortete mit “Ja, vor zwei Tagen.” Nach einem herzlichen Lachen wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich nicht mehr der einzige Paddler sei, es sei auch eine Gruppe dänischer Paddler auf der Zeltwiese. Ich habe mein Zelt wieder aufgebaut, mit gebührendem Abstand von den drei Zelten der dänischen Paddler – ich wollte ja niemandem ungefragt zu sehr auf die Pelle rücken – und bin bei schönstem Sonnenschein und einer leichten Brise paddeln gegangen. Umso größer war die Überraschung, als ich zurückkam und mein Zelt umringt von Zelten der dänischen Paddler vorfand. Der Aalborg Havkajak Klub war mit 25 Leuten zu Ihrer Himmelfahrtstour angerückt. Am nächsten Morgen haben wir lose besprochen wer wo hin paddelt und es war klar, dass wir dieselbe Idee hatten und uns auf dem Wasser treffen würden. Das Wetter war herrlich und die Dünung mit einem halben meter überschaubar, also beschloss ich, nochmal um Ryvingen herum zu paddeln und den Leuchtturm zu besuchen.




Auf der Außenseite der Insel war ich allein mit den Möwen und zwei freundlich winkenden Fischern und als ich in den kleinen, mir mittlerweile schon bekannten Hafen einbog begrüßte mich eine freundliche Frau auf norwegisch und fragte, ob ich zu einem Klub gehören würde. Ich verneinte, wies aber darauf hin, dass ein dänischer Klub auch unterwegs sei und vermutlich bald hier eintreffen würde. In genau diesem Moment bogen ca. 15 gut gelaunte Dänen um die Ecke und ganz spontan bot uns die Norwegerin, die zum Förderverein des Leuchtturm gehörte, eine Führung an. Die Führung war auf Norwegisch, die Dänen stellten Fragen auf Dänisch und ich freute mich, dass ich beides ganz gut verstand. Die ungeplante Leuchtturmbesichtigung war ein weiteres absolutes Highlight auf dieser Reise.

Nach der Besichtigung stiegen wir alle wieder in die Kajaks, die Dänen um die Leuchtturminsel zu umrunden und ich, um das herrliche Wetter auszunutzen und ein weiteres Mal nach Sandøy und Litleodd zu paddeln. Kurz vor der Einfahrt in den Skjærnøysund haben wir uns (ein weiteres Mal ungeplant) wieder getroffen und beschlossen, gemeinsam zurück zum Campingplatz zu paddeln. Von da an war ich als festes Mitglied ihrer Gruppe aufgenommen. Da ich überweite Teile ganz gut verstand, was die Dänen sagten, einigten wir uns recht bald darauf, dass sie einfach Dänisch reden und nicht ins englische wechselten, sobald ich in der Nähe war, und ich auf Englisch antwortete, wenn mir die dänischen Wörter nicht schnell genug einfielen. Das einzige, was nicht mehr ganz so perfekt war wie zuvor, war das Wetter. Es wurde windiger und regnerischer und ich war froh, dass ich viele Touren bereits in der ersten Woche paddeln konnte.




Nach zwei gemeinsamen Tagen zusammen mit den Paddlern aus Aalborg machten wir Abends gemeinsame Pläne für den nächsten Tag. Die Dänen wollten zwei verschiedene Gruppen bilden, da klar war, dass der Wind deutlich auffrischen sollte – eine Gruppe die etwas ausgesetzter paddelt und eine, die geschützter in den Fjorden bleiben wollte. Als ich morgens früh im Zelt aufgewacht bin, hörte ich ein sehr ungewohntes Geräusch, das ich auf diesem Campingplatz bisher noch nicht wahrgenommen hatte: Brandung, die auf den Strand bricht. Mein erster Weg aus dem Zelt führte also an den Strand und da war mir klar, dass die Wettervorhersage vom Vorabend wertlos war. Windstärke sechs bis sieben aus Süd und damit direkt auf den Strand gerichtet sowie ein bis anderthalb Meter hohe Brandungswellen, die von keiner Schäre oder Insel vorher gestoppt wurden. Der Mannefjord hat einen schmalen Korridor, der zum Skagerak hin geöffnet ist, und genau aus diesem kamen Wind und Wellen. Zwei der Dänen hatten dieselbe Idee wie ich und blickten auf die tobende See. Uns allen war sofort klar, dass der Plan vom Vortag nicht durchführbar ist. Einige Dänen sind stattdessen wandern gegangen, andere sind mit dem Auto zu einem geschützten See gefahren und ein wilder und entschlossener Mitstreiter war wagemutig und wollte mit mir in die Brandung. Wir waren auch die beiden einzigen, die Helme und Plastikboote dabei hatten – für genau solche Gelegenheiten. Der erste Versuch einzusteigen endete direkt im Wasser, beim zweiten kam ich über die Welle und ca. 300 Meter aus der Brandungszone raus. Hier lief zwar auch eine hohe Dünung rein, aber es war viel weniger chaotisch als direkt am Strand, so dass wir beide uns erstmal vergewisserten, dass die Rolle sitzt. Mein Mitstreiter Jonas hat den ganzen Spaß mit der Helmkamera gefilmt - ich selbst habe bei den Bedingungen nur sehr wenige Fotos mit der Handkamera gemacht.




Am nächsten Morgen war die Sonne zurück, der Wind abgeflaut und die Dünung auch nicht mehr so stark, so dass wir wieder eine ausgedehntere Tour paddeln konnten. Eine Gruppe Dänen wollte gerne einmal die Insel Hille umrunden – eine Tour die ich zuvor schon zwei Mal gepadelt bin und daher sofort eingewilligt habe, sie zu begleiten und ihnen geeignete Anlandeplätze zu zeigen. So kam es, dass ich an meinem vorletzten Tag in Norwegen sogar noch zum Guide wurde. Wir hatten eine herrliche Abschlusstour, auf der es unser Ziel war, möglichst viele kleine Kanäle zwischen Inselchen und Holmen zu befahren. Das ist uns gelungen und nachdem es am Pausenplatz noch geregnet hat, kam zu Schluss auch nochmal die Sonne raus.




An meinem letzten ganzen Tag in Norwegen, dem 17. Mai, also dem norwegischen Nationalfeiertag, bin ich morgens zum Abschied von diesem herrlichen Paddelrevier nochmal eine etwas kleinere Solotour gepaddelt. Nachmittags habe ich mir in der Stadt Mandal dann den Festumzug angeschaut und einen sehr ereignisreichen und sehr unerwartet verlaufenen Urlaub ausklingen lassen. Die Eindrücke dieses faszinierenden Landes, die tollen Begegnungen mit netten Menschen und die offene und herzliche Aufnahme in die Gruppe vom Aalborg Havkajak Klub begleiten mich nach Hause und werden sicherlich noch lange nachwirken.

 

Euer Lars